Weinen ist erlaubt              6.06.2018

Hospizgruppe Felsberg/Melsungen gestaltet Projektwoche mit Schülern

Wenn man traurig ist, darf man weinen. Das ist nur eine Erkenntnis, die Mädchen und Jungen einer dritten Klasse der Wolfgang-Fleischert-Schule in Röhrenfurth beim Projekt " Hospiz macht Schule" gewannen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizgruppe sprachen mit den Grundschülern über die Themen Leben, Sterben und Tod.

Die meisten der teilnehmenden Kinder hatten schon einmal einen Verlust erlebt. Wenn es kein Familienmitglied war, dann war es ein Haustier, das betrauert wurde. Dass den Kindern ein Austausch darüber gut tut, zeigte die Projektwoche.

Mit Pantomimespiel, mit Bildern, Musik und Tanz konnten die Kinder ihre Gefühle zu diesem schwierigen Thema ausdrücken. Wichtig sei es, dass Kinder in ihrem Verlust und ihrer Trauererfahrung ernstgenommen werden, teilt die Hospitzgruppe mit.

Ein Arzt beantwortete den Kindern Fragen zum Thema Krankheiten. Am Ende der Woche stand das Abschiedsfest mit den Eltern an. Die Grundschüler präsentierten ihre Arbeitsergebnisse und stöberten in den bereitgestellten Kinderbüchern zum Thema Abschied. Außerdem gab es Essen und Trinken, Tanz und Gesang. Das Projekt "Hospitz macht Schule" wurde vor über 10 Jahren von der Bundesakademie Hospiz erarbeitet und mittlerweile an 250 Grundschulen umgesetzt. Ehrenamtliche aus den Hospitzteams gestalten eine Woche auf kindgerechte Art den Unterricht zu den Thementagen Krankheit und Leid, Sterben und Tod, vom Traurigsein und dem Trösten.

Weitere Infos findet man unter: www.hospitzmachtschule.de 


4. Frühlingskaffeklatsch im Gemeindesäälchen     8.03.2018

Zum traditionellen Frühlingskaffeeklatsch  trafen sich auch in diesem Jahr wieder mehr als 40 ehrenamtliche Unterstützer des Projekts "Familiendorf Röhrenfurth". Als Ehrengäste wurden Herr Bürgermeister Boucsein und Frau Braun begrüßt. Wie in den vergangenen Jahren bedankten sich Lehrer, Schüler und Eltern bei allen ehrenamtlichen Aktiven die die gemeinsame Arbeit in Schule und somit im Familiendorf im vergangenen Jahr auf verschiedenste Art und Weise unterstützt haben.

Diese ehrenamtliche Arbeit ist seit dem Jahr 2010 kontinuierlich gewachsen. Das Schulkonzept wurde damals modernisiert. Es gab verbindliche Öffnungszeiten, die mit dem Betreuungsangebot des Kindevereins die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Röhrenfurth deutlich verbesserte. Seitdem kommen Helfer täglich zur Mittagsessensausgabe und zur Hausaufgabenbetreuung. Zweimal wöchentlich kommen 4 bis 6 Damen, die im Kunstunterricht mit den Kindern handarbeiten. 

Herr Stör bietet seit Jahren eine Schach-AG an. Einige Senioren werken mit den Kindern oder gehen mit hinaus zu außerschulischen Lernorten. Sie unterstützen bei Arbeiten im "Waldklassenzimmer" , pflanzen mit den Schülern/innen Bäume, pressen Apfelsaft usw. Damit bereichern all diese ehrenamtlichen Helfer den Schulalltag immer wieder auf eine besondere Art und machen ihn damit bunter. Die Schüler der Wolfgang-Fleischert Schule freuen sich immer auf diese gemeinsamen Stunden und über den Kontakt zu den verschiedenen Generationen im Dorf. Diese gegenseitige Wertschätzung ist etwas Besonderes.

Hier, in dieser Schule , lernen die Kinder viel mehr als Lesen, Schreiben, und Rechnen. Sie nehmen Dinge fürs Leben mit, die heute nicht mehr alle Kinder selbstverständlich lernen.

(Frau Ilgen)